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Artikel über Nanotechnologie

Nanotechnologie in der Bekleidung bzw. in der Berufsbekleidung

Nanotechnologie
Nanotechnologie
Mit Nanotechnologie (griech.: nános = Zwerg) wird heute allgemein die Forschung in der Clusterphysik und Oberflächenphysik, der Halbleiterphysik, in Gebieten der Chemie und bisher noch im sehr begrenzten Rahmen in Teilbereichen des Maschinenbaus bezeichnet. Dieser populärwissenschaftliche Sammelbegriff gründet auf der allen Nano-Forschungsgebieten gleichen Größenordnung vom Einzelatom bis zu einer Strukturgröße von 100 Nanometern (nm; ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter). Diese Größenordnung bezeichnet einen Grenzbereich, in dem die Oberflächeneigenschaften gegenüber den Volumeneigenschaften der Materialien eine immer größere Rolle spielen und zunehmend quantenphysikalische Effekte berücksichtigt werden müssen.
 
Unter Nanotechnologie versteht man systematisch angeordnete funktionelle Strukturen, die aus Teilchen mit größenabhängigen Eigenschaften bestehen. Sie hat zum Ziel, Geräte, Strukturen und Systeme zu schaffen und zu nutzen, die aufgrund ihrer geringen Größe neue Eigenschaften und Funktionen besitzen. Eine Entwicklungsrichtung der Nanotechnologie kann als Fortsetzung und Erweiterung der Mikrotechnik angesehen werden.
 
Schon heute eine wichtige Rolle spielen die Nanomaterialien, die zumeist auf chemischem Wege oder mittels mechanischer Methoden hergestellt werden. Einige davon sind kommerziell verfügbar und werden bei handelsüblichen Produkten eingesetzt.
 
Nanotechnologie im Bekleidungsbereich
Hier gilt Nanotechnologie als Schlüsseltechnologie der Zukunft. Wohl kein anderes Schlagwort hat in der jüngeren Vergangenheit die textile Fachwelt so bewegt und wurde häufiger in die Werbeaussagen von Herstellern eingebunden als der Begriff Nanotechnologie. Durch Nanopartikel erhält die textile Oberfläche eine feine Struktur, die Wasser und Schmutz mühelos abweist.
 
Da bisher eine einheitliche Definition des Begriffs sowie die Abgrenzung zur konventionellen Textilveredlung fehlen, stieg mit der Häufigkeit der so ausgelobten Wirkprinzipien und Produkte aber auch die Verunsicherung bei Handel und VerbraucherInnen.
Textiltechnologische Parameter, die zusätzlich zur Nanoausrüstung überprüft werden müssen, sind die Beständigkeit bei der Pflege, die gesundheitliche Unbedenklichkeit und der Tragekomfort. Diese Parameter werden zB vom Hohenstein Institut geprüft.
 
Damit ein textiles Produkt künftig das Hohensteiner Qualitätslabel führen darf, reicht es deshalb nicht aus, wenn Nanopartikel im Innern der Fasern eingelagert sind, oder diese von einer nanoskaligen Beschichtung (Nanofilm) umschlossen werden. Vielmehr müssen die Nanopartikel oder -schichten in oder auf dem Textil systematisch angeordnet sein und so nachweislich zu einer neuen Funktion führen.
Weiters darf sich die Nanotechnologie bei den TrägerInnen nur durch eine nachweislich verbesserte Funktion der Textilien bemerkbar machen und die stofflichen Eigenschaften nicht nennenswert beeinflussen.
 
Eine neue Ära der Bekleidung:
Durch die Nanotechnologie wird der natürliche Antihaft- und Reinigungsprozess auf die Textiloberfläche übertragen: Nässe und lästige Flecken haben keine Chance mehr. Ketchup, Honig, Kaffee, Rotwein und vieles mehr perlt auf der nanostrukturierten Oberfläche einfach ab – auch noch nach zahlreichen Waschvorgängen.
 
Einsatzmöglichkeiten
Bekleidungsstücke, die mit Nanotechnologie erzeugt/ausgestattet worden sind, eignen sich vor allem für die folgenden Bereiche:
  • Berufsbekleidung
  • Arbeitskleidung
  • Sportswear
  • Outdoor
  • Travelwear
  • Textilien im medizinischen Bereich
  • Heimtextilien
Ötscher Berufskleidung Götzl GmbH ist seit 1947 einer der führenden Anbieter von Arbeitsbekleidung, Arbeitsschutzbekleidung, Imagekleidung und Corporate Wear.