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ESD-Schutzkleidung - Der Schutz vor Haut und Haar!

ESD-Kleidung schützt Produkte vor Haut und Haar!

Es gibt Industriezweige, in denen die Produktionsprozesse unter strikt vorgegeben und kontrollierten Bedingungen erfolgen. Pharma-, Halbleiter- und Elektronikindustrie, Kunststoffverarbeitung, Lackier- und Beschichtungsbetriebe sowie Betriebe der Biotechnologie müssen klar definierte Arbeitsumgebungen schaffen, um die von ihnen hergestellten Produkte gegen vom Menschen ausgehende schädliche Einflüsse zu schützen.
 
Was bedeutet ESD und für was steht ESD-Schutzkleidung?
ESD steht für Electric Static Discharge und wird auch als antistatisch bzw. elektrisch ableitend bezeichnet. ESD-Schutzbekleidung ist durch ein entsprechendes Piktogramm gekennzeichnet und kann bedenkenlos in einer gewerblichen Wäscherei gereinigt werden, wenn sie – wie zumeist üblich – aus einem Polyester-Baumwoll-Mischgewebe besteht. Zur Wahrung der Corporate Identity kann ESD-Schutzbekleidung auch mit Sticklogos ausgestattet werden. Dies ist allerdings bei der Reinraumkleidung nicht möglich. In der Pflege von Reinraumkleidung ist der Einsatz von Weichspülern tabu. Um den Tragekomfort auch nach der Pflege durch einen Fachbetrieb zu erhalten, sollten Sie auf alle Fälle die Reinigungshinweise des Herstellers befolgen. Lassen Sie sich auch über die einzelnen Vor- und Nachteile der verschiedenen Gewebearten gut beraten.
 
Die Technisierung in der Industrie führte zu einem wachsenden Bedarf an spezieller Schutzkleidung. In der Elektronikindustrie bis zur Pharmaherstellung steht der Schutz der Produkte vor menschlichen Haut- und Haarpartikeln an erster Stelle. Innovative Berufsbekleidungshersteller bieten daher Schutzkleidung an, die partikelundurchlässig und elektrisch ableitend ist.
 
So ist es etwa bei der Mikrochip- oder Leiterplattenherstellung wesentlich, dass die hochempfindlichen Bauteile mit keinerlei Ausdünstungen des menschlichen Körpers in Berührung kommen. Auf der anderen Seite soll aber auch bei routinemäßiger Handhabung, Prüfung oder Transport eine Beschädigung (also eine Minderung oder Fehlfunktion der Leistungsmerkmale von Schaltungen und Baugruppen) durch elektrostatische Entladungen verhindert werden. Der elektrische Widerstand des menschlichen Körpers ist aber so niedrig, dass er als Leiter wirkt und bei entsprechender Isolierung gegen Erde elektrostatische Ladung ansammeln kann. Daher muss gerade in der Halbleiter- und Elektronikindustrie, aber auch in durch Lösemitteldämpfe gefährdeten Betrieben ESD-Schutzkleidung getragen werden, während in weniger betroffenen Industrien – hier ist etwa die Lebensmittelproduktion zu nennen – Reinraumkleidung zum Einsatz kommt.
Weiters gibt es auch Bereiche, in denen eine Kombination der Eigenschaften von ESD- und Reinraumkleidungen gefordert sind. Diesbezüglich fragen Sie bitte unseren Kundenberater (Tel: +43 - 74 72-64 744-0).
 
Damit eine partikelundurchlässige und elektrisch ableitende Kleidung die an sie gestellten Anforderungen bei der Nutzung und Wiederaufbereitung erfüllen kann, bedarf es spezieller Gewebe und Nahtmaterialien sowie einer entsprechenden Konfektion. Für Reinraumkleidung sollten grundsätzlich keine Naturmaterialien oder aus Stapelfasern gefertigten Stoffe eingesetzt werden. Sie neigen bei Reibung, wie sie beim Tragen aber auch beim Waschen auftritt, zum Abbrechen oder können aus dem Garnverband herausgelöst werden und die Umgebung verunreinigen. Für Reinraumkleidung empfiehlt sich daher ausschließlich die Verwendung von Polyester-Endlosfilamenten, die zu sehr feinen, dichten Geweben mit einer niedrigen Porengröße verarbeitet werden.
 
ESD-Gewebe wird meist aus kohlenstoffbeschichteten Kunstfasern oder edelstahl- und kohlenstoffummantelten Kohlefasern hergestellt. Diese sollen die Zerstörung der empfindlichen Bauteile und die Bildung von Entladungsfunken verhindern, was zB in einem Lackierbetrieb zu einer Explosion führen könnte.
 
Auch wenn die Schutzkleidung hauptsächlich funktionellen Aspekten unterliegt, sollte immer auch auf guten Tragekomfort geachtet werden. Viele ArbeiterInnen sind acht Stunden täglich mit ESD-Schutzbekleidung wie zB Vollschutzhaube, Overalls usw. bekleidet, und so sollte diese Arbeitsschutzkleidung auch bequem zu tragen sein. Ebenso sollte die Schutzkleidung immer ein Mindestmaß an Feuchtigkeitsregulierung und Luftaustausch ermöglichen.
 
Anforderungen an eine ESD-Schutzkleidung
Folgende Anforderungen werden an eine ESD-Schutzkleidung laut DIN EN 1149 gestellt:
  • Elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidung muss aus einem ein- oder zweiteiligen Anzug bestehen. Sie muss den Körper, die Arme und die Beine der TrägerInnen stets abdecken.
  • Die Kleidung ist so zu gestalten, dass die Ladung durch Kontakt der leitfähigen Teile des Kleidungsstoffes mit der Haut abfließen kann.
  • Umschläge an den Enden der Schutzkleidung, etwa an Ärmeln, Hosenbeinen oder Kragen, müssen die Möglichkeiten des Kontakts zwischen elektrostatisch leitfähigem Material und der Haut verbessern.
  • Metallteile in der ESD-Kleidung müssen abgedeckt werden.
  • Um die gefährliche Entladung der Unterkleidung sicher zu vermeiden, muss diese vollständig von der Oberkleidung bedeckt werden. Deshalb sollte die Jacke eines zweiteiligen Schutzanzugs so lang sein, dass sie den Hosenbund auch noch bedeckt, wenn sich der/die Träger/in nach vorne beugt.
Quelle: Marquardt + Schulz
 
Damit Sie und Ihre MitarbeiterInnen unfallfrei und gesund Ihre Arbeitsaufgaben erfüllen können, sorgen Sie stets für eine entsprechende ESD-Schutzkleidung. Unser BeraterInnenteam unterstützt Sie gerne. Bei Fragen rufen Sie bitte +43 - 74 72-64 744-0.
 
Ötscher Berufskleidung Götzl GmbH ist seit 1947 einer der führenden Anbieter von Arbeitsbekleidung, Arbeitsschutzbekleidung, Imagekleidung und Corporate Wear.