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Ötscher Berufskleidung - Verhaltenskodex

Verhaltenskodex der Firma Ötscher Berufskleidung

1. Die Ötscher Berufskleidung Götzl GmbH verpflichtet sich, nur mit Bekleidungsprodukten zu handeln, die unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt wurden.
 
2. Zu diesem Zweck verpflichtet sich Ötscher Berufskleidung Götzl GmbH , die Standards der Business Social Compliance Initiative, in Folge BSCI genannt, einzuhalten.
 
3. Sozialstandards
Der BSCI- Verhaltenskodex stützt sich auf internationale Übereinkommen wie die Allgemeine Erklärung der Menschrechte, die Leitlinien Kinderrechte und Unternehmerisches Handeln, die Leitlinien der Vereinten Nationen „Wirtschaft und Menschenrechte“, die OECD-Leitsätze sowie den UN Global Compact und die Übereinkommen der Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die maßgeblich sind für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Lieferkette.
Wirtschaftsunternehmen, die den BSCI-Verhaltenskodex annehmen, sind dazu verpflichtet, die in diesem Dokument festgelegten Grundsätze einzuhalten und innerhalb ihres Einflussbereiches ihrer Verantwortung für die Achtung der Menschenrechte nachzukommen.
Die BSCI und ihre Teilnehmer (BSCI-Teilnehmer) führen einen konstruktiven und offenen Dialog mit ihren Geschäftspartnern und Stakeholdern, um die Grundsätze sozial verantwortlichen Wirtschaftens zu stärken. Darüber hinaus beachten sie den Aufbau stabiler Arbeitsbeziehungen zwischen Arbeitnehmern und Unternehmensführung als wesentliche Voraussetzung für nachhaltiges Wirtschaften.
 
 
Keine Kinderarbeit
Es darf nicht auf Kinderarbeit zurückgegriffen werden.
Es werden nur Arbeiter-, innen eingestellt, die das Pflichtschulalter überschritten haben und mindestens 15 Jahre alt sind (ILO Konvention 138). Es darf keine „Formen der Sklaverei oder sklavereiähnliche Praktiken, wie den Kinderverkauf und den Kinderhandel, Schuldknechtschaft und Leibeigenschaft und Zwangsarbeit“ geben. Kinder (zwischen 15 und 18) dürfen keine Arbeit ausführen, „die ihrer Natur nach oder aufgrund der Umstände, unter denen sie verrichtet wird, voraussichtlich für die Gesundheit, die Sicherheit oder die Sittlichkeit von Kindern schädlich sind.“ (ILO Konvention 182)
 
 
Achtung der Vereinigungsfreiheit und des Rechtes auf kollektive Verhandlungen
Das Recht aller Arbeiter- innen, Gewerkschaften zu gründen und beizutreten sowie kollektivvertragliche Verhandlungen zu führen, wird anerkannt (ILO Konventionen 87 und 98). In Fällen, in denen die Vereinigungsfreiheit und das Recht auf kollektive Verhandlungen gesetzlich eingeschränkt sind, fördert das Unternehmen entsprechende Möglichkeiten für unabhängige und freie Vereinigungen und Verhandlungen für alle Arbeiter, -innen. Die Vertreter-, innen der Arbeitnehmerschaft dürfen nicht diskriminiert werden und müssen bei der Ausführung ihrer Vertretungsfunktionen Zugang zu allen Arbeitsplätzen erhalten (ILO Konv. 135 und Empfehlung 143).
 
 
Zahlung von Existenz sichernden Löhnen
Löhne und Zuschläge für eine normale Arbeitswoche müssen zumindest dem gesetzlichen oder branchenüblichen Minimum entsprechen und stets ausreichen, um die Grundbedürfnisse der Arbeiter-, innen und ihrer Familien zu erfüllen sowie darüber hinaus einen Betrag zur freien Verfügung enthalten (ILO Konv. 26 u. 131). Lohnabzüge als Strafmaßnahme, noch Abzüge sind nicht gestattet, soweit diese nicht durch die nationalen Gesetze begründet sind. Abzüge dürfen nicht dazu führen, dass Beschäftigte weniger als das gesetzliche oder branchenübliche Minimum erhalten. Alle Beschäftigten werden angemessen und klar über ihren Lohn für jeden Auszahlungszeitraum informiert.
 
 
Keine überlangen Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten entsprechen den gesetzlichen Bestimmungen und brachenüblichen Standards. Von den Beschäftigten darf nicht verlangt werden, dass sie regelmäßig mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten. Im Zeitraum von sieben Tagen müssen sie mindestens einen freien Tag haben. Überstunden müssen freiwillig sein, dürfen 12 Stunden pro Woche nicht überschreiten, nicht regelmäßige angeordnet werden und müssen immer mit einer Mehrarbeitszulage zum Lohn kompensiert werden. (ILO Konv. 1).
 
 
Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
Es ist für eine sichere und hygienische Arbeitsumgebung zu sorgen und größtmöglicher Arbeits- und Gesundheitsschutz zu fördern, unter Berücksichtigung der aktuellen Kenntnisse der Industriebranche und etwaiger spezifischer Gefahren. Branchenspezifischen Arbeitsrisiken ist die angemessene Beachtung zu schenken und Regeln zur bestmöglichen Unfallverhütung und Minimierung von Gesundheitsrisiken sind umzusetzen (in Anlehnung an ILO Konv. 155). Körperliche Misshandlung, Androhungen körperlicher Misshandlung, unübliche Strafen oder Disziplinarmaßnahmen, sexuelle und andere Belästigungen, sowie Einschüchterungen durch den Arbeitgeber sind streng verboten.
 
 
Rechtsverbindliches Arbeitsverhältnis
Die arbeits- und sozialrechtlichen Verpflichtungen gegenüber den Beschäftigten, die sich aus dem regulären Beschäftigungsverhältnis ergeben, dürfen nicht umgangen werden von Leiharbeitsarrangements oder von Ausbildungsprogrammen, die nicht wirklich auf die Vermittlung Fähigkeiten oder eine reguläre Beschäftigung abzielen.
Jüngere Beschäftigte sollen die Gelegenheit erhalten, an Ausbildungs- und Schulungsprogrammen teilzunehmen.
 
4. Ötscher Berufskleidung Götzl GmbH verpflichtet sich sicherzustellen, dass sich seine Lieferanten, Sublieferanten, Zulieferer und Lizenznehmer die Standards des Verhaltenskodexes der Business Social Compliance Initiative (BSCI) zu eigen machen und auf die Überprüfung dieser Standards achten.
 
5. Ötscher Berufskleidung Götzl GmbH ist bemüht, dass diejenigen seiner Lieferanten, Sublieferanten, Zulieferer oder Lizenznehmer, die sich nachweislich nicht an einen oder mehrere Standards halten, angemessene und wirksame Maßnahmen treffen, die eine Verbesserung der Situation sicherstellen. Wenn nötig, ist die zuwiderhandelnde Partei durch Vertragskündigung zu sanktionieren, sodass ihr eine Produktionen von Bekleidung für Ötscher Berufskleidung Götzl GmbH verwehrt ist.
 
6. Ötscher Berufskleidung Götzl GmbH bestätig, dass sie einer unabhängigen Verifikation der Einhaltung dieses Kodex durch die Foreign Trade Association zustimmt und deren Anweisungen folgt.
 
7. Differenzen hinsichtlich der Auslegung dieses Verhaltenskodex werden nach einem von BSCI festgelegten Verfahren behandelt.
 
Bemerkung:
Die Bezeichnung „angemessene und wirksame Anstrengungen“ bedeutet, dass die vollständige Einhaltung der BSCI Standards nicht zur Bedingung für die Partnerschaft gemacht wird. Dies hängt von den Gegebenheiten ab, in denen die Firma arbeitet. Vielmehr wird das Unternehmen nach Vollständigkeit und Nachdruck dieser Anstrengungen beurteilt, die es zur Erreichung der vollständigen Einhaltung unternommen hat.
 
Ötscher Berufskleidung Götzl GmbH, Amstetten, 11. Jänner 2016
Ing. Mag. Thiemo Götzl und Dr. Georg Götzl
Die Geschäftsleitung
Ötscher Berufskleidung Götzl GmbH ist seit 1947 einer der führenden Anbieter von Arbeitsbekleidung, Arbeitsschutzbekleidung, Imagekleidung und Corporate Wear.